Daniel Charles Eydt (1947–2015)
Künstler · Waldorfpädagoge · Theatergestalter
Daniel Eydt war ein vielseitig begabter Autodidakt, dessen künstlerischer Weg eng mit der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik verbunden war. Geboren 1947 in Frankreich, absolvierte er zunächst eine Ausbildung als Oberkellner auf dem Passagierschiff FRANCE. Reisen nach New York und in den Mittelmeerraum erweiterten früh seinen Horizont. In den 1970er Jahren entdeckte er in Paris durch die Werke Theodor Schwenks und Rudolf Steiners die spirituelle Dimension der Kunst. Gemeinsam mit seiner Frau zog er nach Deutschland, um die Waldorfpädagogik kennenzulernen. Ab 1972 studierte er am Pädagogischen Seminar in Dornach und begann eine 25-jährige Lehrtätigkeit an verschiedenen Waldorfschulen, u.a. in Straßburg, Biel und Zürich. Ein Wendepunkt war 1977 die Begegnung mit der Malerin Liane Collot d’Herbois. Von da an widmete er sich intensiv der Aquarellmalerei und dem schöpferischen Umgang mit Licht, Finsternis und Farbe. Seine Werke wurden u.a. in der Rudolf-Steiner-Schule in Biel ausgestellt und geschätzt. Daniel Eydt gestaltete Bühnenbilder, Kostüme und Masken für rund 25 Theaterproduktionen, darunter Werke von Brecht und Shakespeare. Seine künstlerische Handschrift prägte viele Schulgemeinschaften. In den 1990er Jahren entdeckte er zudem die Computergrafik und unterrichtete Erwachsenenbildung mit spirituellem Schwerpunkt.
Trotz seiner schöpferischen Kraft war Daniel Eydt eine sensible Persönlichkeit. Nach einem Burnout zog er sich 2000 zurück und lebte über zehn Jahre zurückgezogen in Südfrankreich und Spanien. Dort zeichnete er weiterhin und träumte von einem Malatelier für ältere Menschen.
Er starb 2015 im Aubrac. Seine Werke und sein Wirken leben in den Herzen vieler Menschen weiter – als Spuren eines Lebens im Dienst von Kunst, Pädagogik und innerer Entwicklung.
Ausstellung: 15. Januar bis 10. März 2026 | Foyer Haus Wegman
Montag bis Samstag 8–20 Uhr, So 9–20 Uhr
Dazu laden wir Sie herzlich ein.
Aloa Puntes
Ausstellungsverantwortliche