Kunstausstellungen in der Klinik Arlesheim


Farbbewegungen

in der Atmosphäre zwischen Licht und Finsternis, die zu „sinnlich schöner Form“ gerinnen


Ausstellung von Bea H. W. van der Steen
9. September bis 31. Oktober 2017
täglich geöffnet 8 bis 20 Uhr (So 9 bis 20 Uhr)

 

 

Vernissage Samstag, 9. September 2017
16 Uhr im Therapiehaus der Klinik

 


Die englische Malerin Liane Collot d’Herbois  arbeitete in den 30er Jahren einige Zeit in Arlesheim im damaligen Klinisch-Therapeutischen Institut mit Ita Wegman, die ihre Kunst sehr schätzte. In den Jahrzehnten danach erforschte sie die Farben in der Atmosphäre zwischen der Finsternis und dem Licht sowie ihre seelischen Wirkungen, begründete daraus ihre Malmethode und entwickelte sie im Austausch mit Ärzten weiter zu einer wirkungsvollen Therapie. Einen grossen Anteil an der weltweiten Verbreitung dieser Malweise haben die Kurse und Ausstellungen von Bea H. W. van der Steen, die sie von Südafrika bis Russland und von Indonesien bis Südamerika geführt haben. 1941 als Holländerin in Indonesien geboren, zeigen ihre Bilder heute die Reife von Jahrzehnten intensiver Arbeit. Bis zu 80 transparente Aquarelllasuren führen die Malerin durch zwei Hauptschritte:  Erstens das Entstehenlassen einer Atmosphäre mit objektiven Farbbeziehungen, mit einer Farbperspektive, und zweitens das allmähliche Finden und Herausarbeiten eines Motivs. Tiefinnerliche und doch allgemeingültige Bilder können so entstehen, die uns helfen, das Schnelle und Beliebige in unserer Zivilisation auszugleichen.


Georg Hegglin