Stationärer Aufenthalt

Akut-Onkologie

Ein stationärer Aufenthalt ermöglicht die umfassende Behandlung einer Krebserkrankung im akuten Stadium. Unsere Behandlungen richten sich einerseits direkt gegen den Krebs und sorgen andererseits für eine bessere Verträglichkeit aggressiver Therapien und für eine deutlich höhere Lebensqualität.

 

Ein stationärer Aufenthalt dauert je nach aktueller Krankheitssituation einige Tage bis mehrere Wochen. Er vermittelt einen intensiven therapeutischen Anschub und bildet die Grundlage für längerfristige Behandlungsmassnahmen, die mit ambulanter ärztlicher Begleitung oder in unserer Tagesklinik fortgesetzt werden können.

Stationäre onkologische Rehabilitation wird nicht mehr angeboten

Seit drei Jahren bietet unsere Onkologie eine stationäre onkologische Rehabilitation an. Durch den breiten therapeutischen Ansatz konnten wir sehr viele sehr gute und intensive Verläufe beobachten, und auch die Rückmeldungen der Patientinnen und Patienten sind sehr gut. Doch die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten, die Erwartungen anderer Spitäler, die Ansprüche der Krankenkassen und unsere Möglichkeiten haben in diesen Jahren selten zusammengepasst.
Zunehmend haben wir Ablehnungen der Krankenkassen erhalten mit dem Verweis darauf, dass die Patienten selbstständig genug wären, dieses Angebot auch ambulant zu erhalten. Die verbliebenen schwerkranken Reha-Patienten ergaben für den stationären Rahmen grössere Herausforderungen bei ungenügender Finanzierung. Deshalb haben wir uns entschieden, die stationäre onkologische Rehabilitation per sofort aufzugeben.

Um gleichwohl unser ganzheitliches und vielfältiges Angebot an ärztlicher, pflegerischer und therapeutischer Kompetenz zum Wohle der Gesundung und Gesunderhaltung der onkologischen Patienten anbieten zu können, prüfen wir im Rahmen eines Projektes, ob wir die stationäre in eine ambulante onkologische Rehabilitation verwandeln können. Damit würden wir voll dem heutigen Trend „ambulant vor stationär“ entsprechen. Allerdings ist derzeit noch nicht absehbar, ob für das ambulante Setting eine Finanzierung gewährleistet werden kann. Sobald wir dafür eine Lösung gefunden haben und das ambulante Projekt aufgegleist ist, werden wir wieder informieren.

Palliative Care

Als Palliativpatienten werden Menschen aufgenommen, die aufgrund einer unheilbaren Erkrankung an schweren Symptomen leiden. Dies können körperliche, seelische, geistige oder soziale Symptome sein. Ziel der palliativen Therapie ist es, die Symptome zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und die weitere Versorgung sicherzustellen. In der palliativen Betreuung spielt die Begleitung und Beratung von Angehörigen eine zentrale Rolle.

Patientinnen und Patienten können von den Akutbereichen der Klinik verlegt werden, ebenso von anderen Spitälern. Sie können auch direkt von zu Hause zu uns kommen. In erster Linie wird darauf hingearbeitet, dass die Menschen wieder zu Hause leben können. Dazu können auch nachfolgende regelmässige Aufenthalte in der Tagesklinik gehören. Manche Patienten haben einen so hohen Unterstützungsbedarf, dass sie auch mit Spitex, Onko-Spitex und weiteren Diensten zu Hause nicht mehr adäquat versorgt werden können. Gemeinsam mit den Patienten und ihren Angehörigen organisieren wir dann einen Übertritt in ein Hospiz oder ein Pflegeheim.
Im Palliativbereich arbeitet ein interprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegenden, Therapeuten, Care Management und bei Bedarf externen Seelsorgern. Da alle Berufsgruppen in der Schulmedizin und der anthroposophischen Medizin ausgebildet sind, steht uns ein reiches Spektrum an therapeutischen Ansätzen zur Verfügung.
Die Klinik Arlesheim hat einen kantonalen Leistungsauftrag für Palliative Care. Die Kosten für den Aufenthalt können daher nach vorheriger Kostengutsprache durch die Krankenkasse übernommen werden. In der Regel werden bei Palliativpatienten Kostengutsprachen für drei Wochen gegeben.