Strategische Entwicklung der Klinik Arlesheim 2016

Der Verwaltungsrat hat die im 2015 für die nächsten Jahre erarbeitete Strategie bestätigt. Die Klinik Arlesheim ist als Ursprungsort der Anthroposophischen Medizin auch die Referenzklinik dafür. Deshalb engagiert sich die Klinik Arlesheim in der Ärzteausbildung. Lesen Sie dazu mehr unter „Ausbildung".

 

Die Klinik Arlesheim will allen erkrankten Menschen auf verschiedenen medizinischen Gebieten eine umfassende Heilkunst, d.h. Schulmedizin UND Anthroposophische Medizin, anbieten und zugänglich machen. Die medizinischen Kernangebote sind die Onkologie, Kardiologie, Psychiatrie/Psychosomatik. Ambulant engagiert sich die Klinik Arlesheim für die Grundversorgung der Region. Dazu steht der internistische Notfall rund um die Uhr zur Verfügung.

Die Klinik Arlesheim will bauen

Seit 95 Jahren steht die Klinik Arlesheim für eine verlässliche Gesundheitsversorgung in der Nordwestschweiz und darüber hinaus. Die Infrastruktur ist jedoch in die Jahre gekommen. Um auch in Zukunft für die Patientinnen und Patienten eine qualitative Versorgung anbieten zu können, wurde schon vor einigen Jahren beschlossen, einen Neubau zu realisieren.

 

Im August 2016 wurde das Quartierplanverfahren eröffnet. Mittlerweile ist das offizielle Mitwirkungsverfahren abgeschlossen, und Ende März 2017 wurde über den neuen Quartierplan in der Gemeinde Arlesheim abgestimmt. Die Klinik Arlesheim erhielt an der Gemeindeversammlung grosse Zustimmung, der Quartierplan wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen. Nun werden mit Hochdruck die Voraussetzungen erarbeitet, damit Ende Sommer 2017, nach der behördlichen Genehmigung, das Wettbewerbsverfahren starten kann.

 

Eine Rochade als Zwischenlösung

Das  Neubauprojekt hat eine lange Vorlaufzeit. Wir hoffen, dass zur 100-Jahr-Feier der Klinik ein erster Bauabschnitt abgeschlossen ist. Es wird also noch einige Zeit vergehen, bis wir das neue Haus beziehen und unseren Patientinnen und Patienten bessere Bedingungen als heute bieten können.

 

Bis dahin soll die bestehende Infrastruktur bestmöglich für die Patienten genutzt werden. Nach der Fusion war die Trennung der Klinikgebäude – Haus Wegman und Haus Lukas – in eines für die stationären und eines für ambulante Angebote sinnvoll. Es hat sich jedoch gezeigt, dass dies für die Patienten und Mitarbeitenden unserer Onkologie nicht optimal war. Deshalb wurde ab Herbst 2016 ein grosses Rochadeprojekt durchgeführt.

 

Neu sind alle onkologischen Angebote im Haus Wegman untergebracht, die Sprechstunde, die Tagesklinik und die Station Onkologie. Ins Haus Lukas zügelte unsere psychiatrische/psychosomatische Abteilung, ebenfalls mit dem ambulanten und stationären Angebot. Das Haus Lukas wird damit seit Mitte März 2017 wieder als 24-h-Betrieb genutzt.

 

Ausserdem wurden die Apotheken der Klinik Arlesheim mit der Rochade zusammengeführt. Im Pfeffingerhof, einem weiteren Gebäude auf dem Campus der Klinik, konnte der geeignete Platz für die neue Apotheke gefunden werden. Die „Apotheke der Klinik Arlesheim“ ist seit Ende Februar 2017 eröffnet. Die grosszügigere Gestaltung kommt bei unseren Patientinnen und Patienten sowie den Mitarbeitenden gleichermassen gut an.

 

 

Einführung eines Krankenhaus-Informations-Systems (KIS)

Um die interprofessionelle Kommunikation zu verbessern, die Komplexität der Schnittstellen der verschiedenen IT-Systeme zu reduzieren und alle Abläufe noch besser zu gestalten wurde entschieden ein klinikübergreifendes Krankenhausinformationssystem einzuführen. In vielen Monaten vorbereitet, ging die Einführung im Februar 2016 über die Bühne. Sämtliche Patientenprozesse wurden nun im KIS dargestellt. Für diese Einführung wurden entsprechend viele Schulungen der Mitarbeitenden durchgeführt. Die ersten Monate waren noch gekennzeichnet von laufenden Verbesserungen des Systems. Das besondere Angebot der Klinik in Bezug auf die Anthroposophische Medizin erfordert auch besondere Bedingungen eines solchen elektronischen Systems. Insgesamt können wir von einer erfolgreichen Einführung des KIS und einem erfolgreichen Projektverlauf sprechen. Wir sind froh, diesen wichtigen Schritt gegangen zu sein und damit auch die gesetzlichen Grundlagen der e-health-Strategie des Bundes bereits jetzt zu erfüllen.

 

 

Kooperation mit anderen Spitälern und die Konzentration auf Kernkompetenzen helfen, gezielt Kosten zu dämpfen

Die Klinik verfügt nach der Fusion der beiden Häuser zur Klinik Arlesheim über 82 stationäre Betten, zusätzlich noch ambulante Betten im Notfall und in der Tagesklinik. Mit dem geplanten Neubau ist eine Erweiterung auf 100 Betten geplant. Gleichzeitig werden auch die bereits bestehenden Kooperationen mit anderen Spitälern und Organisationen im Gesundheitswesen wie zum Beispiel die Kooperation mit dem Kantonsspital Baselland beim radiologischen Ambulatorium verstärkt, um möglichst gut mögliche Synergien zu nutzen und die Patienten umfassend zu betreuen.

 

Neu wurde eine Kooperationsvereinbarung mit dem Claraspital unterzeichnet im Bereich der Onkologie. Aufgrund dieser Vereinbarung kann die an der Klinik vorhandene Kompetenz in der Anthroposophischen Medizin durch die Kompetenz bzgl. Chemotherapien ergänzt werden.

 

Die Klinik Arlesheim ist sich bewusst, dass die zukünftigen Anforderungen im Gesundheitswesen dann erfolgreich gemeistert werden können, wenn das optimale Zusammenspiel zwischen eigenen Stärken und Kooperationen zum Wohl der Patientinnen und Patienten eingesetzt werden kann.

 


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