Jahresbericht Onkologie 2016

Im Vergleich zum Vorjahr wurden mehr Patientinnen und Patienten auf der onkologischen Station behandelt. In der alltäglichen Arbeit zeigten sich durch die räumliche Trennung des Fachbereiches – die Station im Haus Wegman, Tagesklinik und Ambulanz im Haus Lukas –  Schwierigkeiten in der konkreten Zusammenarbeit der ambulanten und stationären Onkologie. Nach der Fusion 2014 war die Konzentration des stationären Betriebs im Haus Wegman und der Ambulanz im Haus Lukas richtig und wichtig. Doch nach zwei Jahren sah das schon anders aus. Ein wesentlicher Aspekt ist sicher auch die Wegstrecke, die zwischen den Häusern durch eine ganze Reihe von Mitarbeitenden der Onkologie täglich bewältigt werden musste. Dass weite Wege die Kosten eines Spitals nach oben treiben, ist bekannt und gut nachvollziehbar. Aber diese Wege verhindern auch kurzfristige Absprachen zwischen Mitarbeitenden in verschiedenen Häusern. Das sollte durch eine grosse Rochade innerhalb der Klinik Arlesheim verbessert werden. Die letzten Monate des Jahres 2016 waren denn auch durch die intensive Planung des Projektes gekennzeichnet. Es war vorgesehen, dass die gesamte Rochade im laufenden Betrieb durchgeführt wird, was an die Planung grosse Herausforderungen stellte.

 

Mitte März 2017 war es dann soweit, dass die onkologische Sprechstunde und die Tagesklinik in den 2. resp. 3. Stock vom Haus Wegman zügelten. Nun sind die ambulante Onkologie, die Tagesklinik (mit 22 Betten sowie 2 Betten für Ganzkörper-Hyperthermie und einem für die lokale Tiefenhyperthermie) und die stationäre Onkologie im Haus Wegman unter einem Dach vereint.

 

Die Onkologie stellt eines der Kernangebote der Klinik Arlesheim dar. Für die betroffenen Patientinnen und Patienten gibt es ein durchgängiges onkologisches Angebot mit ärztlicher Sprechstunde, Tagesklinik, akutonkologischer Station inkl. Notfallaufnahmen und Palliativversorgung. Schulmedizinische und anthroposophische Therapien werden sinnvoll miteinander verknüpft. Das Mistel- und Wärmekonzept wird interprofessionell umgesetzt. Die Nachfrage in der onkologischen Ambulanz und im stationären Bereich ist steigend.

 

Seit Sommer 2016 wurde die Fachabteilung Onkologie interimistisch geleitet durch Bettina Böhringer und Maurice Orange. Seit dem Herbst 2016 unterstützen Frau Sibylle Creutz von Essen, Fachärztin für Allgemeinmedizin, und Herr Dr. med. Reiner Penter, Facharzt für Innere Medizin, den Fachbereich Onkologie. Durch sie konnte der Fachbereich der Nachfrage nach ambulanter Betreuung besser gerecht werden.

 

Die im Alltag bereits praktizierte Zusammenarbeit mit dem Claraspital Basel wird neu durch eine vertraglich geregelte Kooperation systematisiert und fachlich erheblich ausgebaut. Das Claraspital verfügt mit seinem Tumorzentrum über eine hohe Fachkompetenz in der Onkologie. Unsere Klinik zeichnet sich durch ein grosses komplementärmedizinisches Wissen und Können aus. Die Zusammenarbeit generiert dadurch beidseitigen Nutzen für unsere Patientinnen und Patienten.


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