Strategische Entwicklung der Klinik Arlesheim 2015

Anfang April 2014 haben sich die Ita Wegman Klinik und die Lukas Klinik zur Klinik Arlesheim zusammengeschlossen. Der Verwaltungsrat hat die Strategie für die nächsten Jahre festgelegt.

 

Die Klinik Arlesheim ist, wie bereits die Ita Wegman und Lukas Klinik eine Referenzklinik für die Anthroposophische Medizin und will allen erkrankten Menschen auf verschiedenen medizinischen Gebieten eine umfassende Heilkunst anbieten und zugänglich machen. Die Klinik Arlesheim – als Ursprungsort der Anthroposophischen Medizin – basiert auf einer Grundversorgung und den drei Säulen (Kernangebote) Onkologie, Kardiologie, Psychiatrie/Psychosomatik.

 

Die Onkologie ist eine logische Folge der Fusion mit der onkologischen Spezialklinik Lukas Klinik. Die Kardiologie und Psychiatrie/Psychosomatik sind zentral, da es schweizweit kein Spital gibt, das den Patientinnen und Patienten in der Kardiologie und Psychiatrie/Psychosomatik eine anthroposophisch erweiterte Schulmedizin anbieten kann.

 

Im Vorfeld der Einführung der DRG (Fallpauschalen) stand die Befürchtung, dass das neue Verrechnungssystem gerade für die Anthroposophische Medizin problematisch werden könnte. Das hat sich so nicht bewahrheitet. Die Klinik hat ihre Hausaufgaben erledigt in Bezug auf die Anpassung, derer es bedurfte und bedarf. Als Folge hat sich die Aufenthaltsdauer deutlich verkürzt, die ambulanten Leistungen haben dafür zugenommen. Der Heilungsprozess wird stationär eingeleitet und den Patienten gezeigt, in welche Richtung sie danach im ambulanten, nachfolgenden Setting weiter betreut werden. Vor diesem Hintergrund ist auch das breite Angebot der Grundversorgung zu sehen, das den Patienten zur Verfügung steht. Wichtig  sind auch die Tagesklinik und das Ita Wegman Ambulatorium Basel in der Nähe des Hauptbahnhofs. Damit hat der Patient die Möglichkeit, die Art der Therapie, die in der Klinik stationär eingeleitet wurde, im ambulanten Setting der Klinik weiterzuführen, oder in der Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten.


Die Klinik Arlesheim will auch weiterhin das Know-How pflegen und ausbauen, Heilmittel zu entwickeln und herzustellen. Zudem ist sie für angehende Ärzte eine interessante und gesuchte Aus- und Weiterbildungsstätte.

 

 

Neue interne Strukturen und Arbeit an der Identität

 

Eine neue Strategie erforderte auch eine Anpassung der internen Strukturen, insbesondere der Führungsstrukturen. Deshalb wurde im vergangenen Jahr das Organigramm der Klinik neu erarbeitet und auf die Strategie angepasst.

> zum Organigramm

 

Um die Qualität der Führung sicher zu stellen und die Führungskräfte in Ihrer Tätigkeit zu unterstützen, wurden verschiedene Workshops „Praxis Forum Führung“ durchgeführt und gemeinsam Führungsgrundsätze der Klinik erarbeitet.

 

Auch mit der Fusion der beiden Kliniken konnte die kontinuierliche Versorgung der Patientinnen und Patienten sichergestellt werden. Eine Fusion bedeutet aber auch immer Organisationsentwicklung, Schritt für Schritt eine gemeinsame Klinik zu schaffen. Ein wichtiger Aspekt hierfür war die gemeinsame Identitäts-Arbeit, in welche auch die Mitarbeitenden einbezogen wurden. In unterschiedlichen Zusammensetzungen erarbeiteten die Teilnehmenden die wesentlichen Punkte der gelebten und gewollten Klinik-Identität.

 

 

Kooperation mit anderen Spitälern und die Konzentration auf Kernkompetenzen helfen, gezielt Kosten zu dämpfen

 

Die Klinik verfügt nach der Fusion der beiden Häuser zur Klinik Arlesheim über 82 stationäre Betten, zusätzlich noch ambulante Betten im Notfall und in der Tagesklinik. Mit dem geplanten Neubau ist eine Erweiterung auf 100 Betten geplant. Gleichzeitig werden auch die bereits bestehenden Kooperationen mit anderen Spitälern und Organisationen im Gesundheitswesen verstärkt um möglichst gut mögliche Synergien zu nutzen und die Patienten umfassend zu betreuen.


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