Jahresbericht Psychiatrie/Psychosomatik 2015

Im April 2014 kam Frau Dr. med. Martina Haeck, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, an die Klinik Arlesheim und übernahm die Leitung des Fachbereiches Psychiatrie. In den Folgemonaten wurden erste Veränderungen eingeführt und die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die beiden Fachbereiche Psychiatrie und Psychosomatik organisatorisch zusammengelegt werden konnten. Dieser Schritt ergab sich sinnvollerweise aus den ähnlichen Anforderungen beider Bereiche. In der Patientenbetreuung lassen sich so viele Synergien nutzen.

 

Mit der neuen Führungsstruktur (siehe auch Thema Organigramm unter: Strategie) wurden beide Bereiche verbunden. Die ärztliche Leitung des Fachbereiches Psychiatrie/Psychosomatik liegt bei Frau Dr. med. Martina Haeck. Die Pflegeleitung von Psychiatrie/Psychosomatik hat Daniela Bertschy übernommen. Die Interprofessionalität wird auf den Stationen der Psychiatrie/Psychosomatik auch durch die berufsübergreifenden Rapporte gelebt.

 

 

Grosse Nachfrage

 

Die Auslastung im Bereich Psychiatrie/Psychosomatik zeigt den weiterhin grossen Bedarf in diesem Fachgebiet. Die in 2014 erarbeiteten und eingeführten neuen Therapieangebote wie die Psychoedukation wurden in 2015 weitergeführt und als Angebot konsolidiert.

 

Seit letztem Jahr gehört die delegierte Psychotherapie inkl. Psychoonkologie zum Angebot des Fachbereiches. Cäcilia Weiligmann und Sabine Schachenmann werden seit 2016 in dieser Tätigkeit durch Tobias Becker, klinischer Psychologe unterstützt.

 

 

Weiterbildungsermächtigung Psychiatrie

 

In 2015 konnte die Weiterbildungsermächtigung für Assistenzärzte im Bereich Psychiatrie erworben werden. Das trägt zum einen dazu bei, den ärztlichen Nachwuchs zu sichern. Zum anderen verbessert dies die stationäre Arbeit vor allem in Bezug auf die Kontinuität der Patientenbetreuung.

 

 

Hohe Patientenzufriedenheit

 

In der Psychiatrie wurden bereits zum zweiten Mal durch den Nationalen Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken ANQ Daten von 64 der 65 Psychiatrien erhoben und ausgewertet. Dabei stützt sich die Untersuchung neben vielen statistischen Auswertungen auf zwei wesentliche Aspekte: die Einschätzung des Schweregrades bei Eintritt und bei Austritt – jeweils aus Patientensicht und aus Sicht des behandelnden Arztes.

 

Sowohl bei der Befragung 2013 als auch 2014 zeigten die Einschätzungen der Patientinnen und Patienten, dass in der Psychiatrie/Psychosomatik der Klinik Arlesheim die Verbesserung des Zustandes signifikant hoch war.

 

Bemerkenswert ist, dass diese Verbesserung mit dem Einsatz von weniger Psychopharmaka erreicht werden konnte – bei einem Kollektiv von schwer kranken Patientinnen und Patienten bei Eintritt. Die Aufenthaltsdauer ist länger als im Schweizer Durchschnitt (Klinik Arlesheim 40 Tage, Durchschnitt 22), jedoch ist die Entgeltsituation so, dass die Tagespauschalen in der Klinik Arlesheim tiefer liegen als im Durchschnitt. Die Einschätzung der Verbesserung aus Ärztesicht lag leicht über dem Durchschnitt.

 

Diese Resultate bestätigen uns, dass wir mit unserer erweiterten Medizin den Menschen sehr gut helfen können und dass sich unsere Anstrengungen für eine menschennahe und beziehungsorientierte Medizin lohnen.


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